Akupunktur

Seit über 3000 Jahren benützt die Chinesische Medizin erfolgreich die Akupunkturtechnik. Dank Verfeinerung der Technik und der benutzten Materialien ist die Akupunktur zu einer nahezu schmerzlosen Behandlungsmethode geworden. Die Akupunktur erhält dank ihrer Wirksamkeit auch im Westen immer mehr Anerkennung.

Akupunktur hat sich entwickelt, indem die Reaktion bestimmter Körperpunkte und –bereichewährend ihrer Nadelung dauernd und systematisch beobachtet wurden. Aus der anfänglichen Methode, Nadeln in schmerzende Punkte (genannt Ashi-Punkte) einzuführen, entwickelte sich das heute angewandte Modell der Körperleitbahnen (Meridiane).Besondere Körperpunkte wurden gefunden und deren Reaktionen notiert – und der Energiefluss wird mittels der Meridiane dargestellt.

Die Leitbahnen oder Meridiane stellen die Kanäle oder Wege dar, auf denen Qi (Energie) im Körper befördert wird. Sie bilden ein unsichtbares Netzwerk, das alle Grundsubstanzen und Organe miteinander verknüpft. Sie verbinden auch das Innere des Körpers mit dem Äusseren, was der Akupunkturtheorie als Grundlage dient: Eine Behandlung an der Oberfläche wirkt sich demnach auf das Innere des Körpers aus.

Arzneimittel

Die Chinesische Kräutermedizin verwendet vorwiegend Pflanzenteile (Wurzeln, Rinden, Blüten und Blätter), aber auch Mineralien und einige Tierprodukte (auf Wunsch keine Anwendung). Sie alle haben in über zweitausendjähriger Anwendung ihre heilende Wirkung erwiesen. (Heute wird dabei natürlich dem Artenschutz Rechnung getragen. Geschützte Arten aus dem Tier- und Pflanzenreich werden nicht mehr eingesetzt.)

Auch europäischen Heilpflanzen lassen sich bestens nach den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin verwenden.
Dafür werden Heilpflanzen aus der europäischen Naturheilkunde verwendet. Viele davon sind bekannt, wie Pfefferminze, Fenchel, Johanniskraut oder Brennessel. Andere sind in Vergessenheit geraten und gelten eher als Unkraut, zB.Vogelmiere, Quecke.

Ein Grundsatz der Chinesischen Medizin ist die Erkenntnis, dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Deshalb werden einzelne Kräuter und Substanzen in der Regel miteinander kombiniert. Jeder Patient erhält so ein individuell auf ihn und seine Krankheitssituation abgestimmtes Rezept. Damit können sowohl akute als auch chronische Krankheiten behandelt werden.

Arzneimitteltherapie erzielt hervorragende Resultate in Kombination mit Akupunktur und anderen Methoden der Chinesischen Medizin und kann mit der Schulmedizin gut vereinbart werden .

Moxibustion

Mittels Moxibustion werden energetische Leere- und Kältezustände behandelt. Mit glimmendem Beifuss-Kraut werden ausgewählte Akupunkturpunkte erwärmt. Das Kraut brennt langsam und gleichmässig ab – dabei entsteht eine milde und zugleich tiefeindringende Wärme.

Schröpfen

Seit langer Zeit schon wird die Schröpfbehandlung angewendet – sowohl in der westlichen wie auch in der Chinesischen Heilkunde. Die Schröpfgläser werden erwärmt und auf den Körper platziert. Das durch die Wärme entstandene Vakuum im Glas löst eine Saugwirkung auf das Gewebe aus. Dies fördert an den entsprechenden Körperstellen die Durchblutung und den Stoffwechsel.

Gua Sha

Gua Sha ist eine Behandlungstechnik, die in ganz Asien praktiziert wird. „Gua“ bedeutet „reiben“, während „Sha“ die Blutstauung an der Körperoberfläche bezeichnet. Reibt man mit wiederholten und gleichmässigen Strichen an der Haut, gelangt das „Sha“ in Form kleiner roter Petechien (Blutflecken unter der Haut) an die Oberfläche.

Gua Sha wirkt in mancher Hinsicht positiv: Es bewegt gestautes Blut und fördert so den Blutfluss zu Muskeln, Geweben und Organen, die unter den behandelten Hautstellen liegen. Der Patient spürt dabei augenblicklich, wie sich Steifheit und Schmerzen verringern und die Beweglichkeit zunimmt. Gua Sha bewegt Körperflüssigkeiten, welche Nährstoffe zu den Geweben tragen und Stoffwechselabfälle entsorgen. Das Behandeln stellt normale Stoffwechselvorgänge wieder her.

Klassische Massage – Tuina Massage

Die Massage ist ein Urheilmittel. Sie bewirkt Entspannung und Beruhigung – psychisch wie körperlich – und dient so dem allgemeinen Wohlbefinden. Die Massage belebt die Muskeln, unterstützt den venösen Blutstrom, fördert den Lymphfluss und dehnt die verbindenden Gelenke .

Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur ist eine Reflexzonen-Therapie. Das Stimulieren sensibler Punkte mit Nadeln beeinflusst gezielt die korrespondierenden Körperregionen. Auch Dauernadeln oder Druckpflaster mit Samenkörnern kommen zum Einsatz: Sie wirken während mehrerer Tage auf die Ohrpunkte ein.