Huang ShuPraxis für AkupunkturDavid WeberDipl. Akupunkteur SBO—TCM |
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Das Konzept von Yin und Yang wurde aus der Beobachtung der materiellen Welt entwickelt: Die Natur stellt Paare gegensätzlicher Begriffe zusammen, von denen ein jeder den anderen bedingt. So ist zum Beispiel der Begriff „Nacht“ ohne den Begriff „Tag“, der Begriff „oben“ ohne „unten“ sinnlos. Das chinesische Zeichen für Yin wird wörtlich als „die dunkle Seite des Berges“ übersetzt und steht für Eigenschaften wie Kälte, Ruhe, Passivität, Dunkelheit, innen und (verborgene) Fähigkeiten. Das Yang-Zeichen bedeutet wörtlich „die helle Seite des Berges“ und drückt Wärme, Aktivität, Helligkeit, aussen und Ausdruck aus. Unser Leben ist definiert durch den andauernden Fluss oder die ständige Bewegung zwischen den beiden Polen Yin und Yang. |
Das Leben ist definiert durch den andauernden Fluss oder die ständige Bewegung zwischen den beiden Polen Yin und Yang. |
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Verschiedene
Aspekte von Yin und Yang:
Das traditionelle daoistische Symbol veranschaulicht die Theorie von Yin und Yang auf ausgezeichnete Weise. Der Kreis, der das Ganze repräsentiert, ist in Yin (schwarz) und Yang (weiss) unterteilt.
Die kleinen Kreise in gegensätzlicher Farbe zeigen, dass in Yin auch Yang enthalten ist – und umgekehrt. Die geschwungene Teilungslinie verdeutlicht das dynamische und fortwährende Ineinanderfliessen von Yin und Yang: Sie schaffen einander, kontrollieren einander und verwandeln sich ineinander Die Chinesische Medizin betrachtet den Körper als Yin- und Yang-Muster. Ein dynamisches Gleichgewicht der beiden bedeutet Gesundheit. Umgekehrt weist Krankheit auf eine Disharmonie von Yin und Yang hin. Im menschlichen Körper werden Yin und Yang durch Wasser und Feuer repräsentiert. Zu viel Yin kann demnach zuviel Feuchtigkeit oder Kälte im Körper bedeuten, während zu viel Yang den Körper überhitzen und austrocknen kann. |
Grundsätzlich können alle Krankheiten auf ein Ungleichgewicht von Yin und Yang zurückgeführt werden. |
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Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser Auch die Theorie der Fünf Elemente ist aus der Beobachtung der Natur entstanden. Ein Hauptmerkmal der Natur ist der ständige dynamische Wechsel: Die Saat wächst zur Pflanze an, die abstirbt und zur Erde zurückkehrt. Dies findet im Rahmen der Jahreszeiten statt. Das Chinesische Medizinsystem übernimmt diese Bilder. Das System der „Fünf Elemente“ oder „Fünf Wandlungsphasen“ verdeutlicht dies auf anschauliche Weise: Der Winter (Wasser) verwandelt sich durch das Frühjahr (Holz) in den Sommer (Feuer), der sich durch den Herbst (Metall) wieder in den Winter zurückverwandelt. Der Übergang von einer Jahreszeit in die andere wird dem Element Erde zugeschrieben. Auch der Spätsommer wird oft als Jahreszeit der Erde angesehen. Jedes Element besitzt eine Serie von Eigenschaften, die sowohl mit der Umwelt als auch mit dem menschlichen Körper in Verbindung stehen. So steht Feuer für die Jahreszeit Sommer, für das Organ Herz, für die Farbe rot und die Himmelsrichtung Süden. |
„Die fünf Elemente sind Wasser, Feuer, Holz, Metall und Erde. Wasser befeuchtet nach unten, Feuer schlägt nach oben, Holz kann gebogen und geradegerichtet werden, Metall kann geformt werden und erhärten, die Erde erlaubt säen, wachsen und ernten.
(„Shang Shu“, ca 1000 v. Chr.)
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Die Beziehungen zwischen den verschiedenen Elemente werden durch zwei Zyklen dargestellt: den Shen- sowie den Ko-Zyklus. |
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Gegenseitige Erzeugung der Unterstützung
Dieser Zyklus zeigt, wie sich die Elemente – und damit auch die Organe – gegenseitig unterstützen und fördern: Feuer brennt, um Erde zu erzeugen, Wasser nährt das Wachstum des Holzes und so weiter. Auf das Organsystem übertragen lassen sich vergleichbare Verwandtschaften entwickeln: Das Herz unterstützt die Milz, die Milz die Lungen usw. Dies wird als „Mutter-und-Sohn“-Zyklus bezeichnet. So ist die Niere „Mutter“ für ihren „Sohn“, die Leber. Wenn es an Nieren-Yin mangelt, führt dies häufig zu einem Mangel an Leber-Yin, und die „Mutter“ kann benutzt werden, um den „Sohn“ zu behandeln. |
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Zyklus der gegenseitigen Kontrolle
Dieses System bezieht sich auf die Art, wie sich die Elemente der Natur als Teil des dynamischen Ausgleichs kontrollieren. So „kontrolliert“ Feuer Metall, wie es Metall schmelzen kann, während Wasser Feuer „kontrolliert“. In der Chinesischen Medizin bedeutet Kontrolle einen Teil des Prozesses, indem ein Organ das andere unterstützt. Entsteht eine Disharmonie, kann ein schwaches Organ die Kontrolle und Unterstützung, die ein anderes benötigt, nicht mehr ausüben. Bei schwacher Lungenenergie etwa wird die Leberenergie nicht mehr genügend kontrolliert und steigt an. Dies kann sich in Kopfschmerzen und Bluthochdruck äussern. Wird die Milz zu feucht, kann sie die Fähigkeit der Leber hemmen, Energie durch den ganzen Körper zu schicken. |
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| Die Konzepte von Yin und Yang sowie der Fünf Elemente zeigen deutlich, worauf die Chinesische Medizin baut: auf den daoistischen Ansatz von Ausgewogenheit, Entwicklung und Harmonie in der Natur. |
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